Parodontitis - Risikofaktor für Ihre Gesundheit

Die Ursache für schwerwiegende Erkrankungen sind Bakterien und ihre schädlichen Stoffwechselprodukte die beim Zähneputzen und beim Kauen in großen Mengen in die Blutbahn gelangen, wo sie eine Infektion der Blutgefäße verursachen können. Das Fatale an einer Parodontitis ist, dass sie vorerst keine Schmerzen verursacht. Das Zahnfleischbluten als eines der ersten Zeichen wird nicht als Problem erkannt.

Schlaganfall Die Blutversorgung im Gehirn wird gestört
Mund / Zähne Das Zahnbett wird zerstört, Zahnausfall droht
Herzinfarkt Verschleppte Keime schädigen die Herzgefäße
Lungenentzündung Keime befallen krankes Lungengewebe
Zuckerkrankheit Insulin – produzierende Zellen werden zerstört
Frühgeburten Wehen werden vorzeitig ausgelöst
Arteriosklerose Die Gefäße verkalken und die Durchblutung wird schlechter


Was können wir dagegen tun?
Eine bestehende Paradontitis muss sofort und radikal behandelt werden!

Zahnfleischtaschen von mehr als 3 mm Tiefe sind für Sie nur sehr schwer zu reinigen. In den Zahnfleischtaschen befinden sich jedoch Zahnbeläge, Bakterien und Zahnstein. Die Entfernung sämtlicher Ablagerungen auf den Zähnen und der Wurzel ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie.

Diese spezielle Prophylaxe wird sehr schonend mit besonderen Ultraschallgeräten und wenn nötig unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Sind die Zahntaschen bereits ziemlich tief, so kann eine chirurgische Therapie zur Reduzierung der Taschentiefe notwendig werden. Manchmal setzen wir auch regenerative Verfahren ein (Emdogain).

Ist die Erkrankung bereits weit fortgeschritten bestimmen wir mittels mikrobiologischer Tests die individuelle Keimbesiedelung in den Zahnfleischtaschen und ein Antibiogramm wird erstellt. Danach wird entschieden, ob die Einnahme eines Antibiotikums notwendig erscheint. Gleichzeitig wird eine Paro-Intensivbehandlung Full-Mouth-Desinfection durchgeführt.

Dieses Zusammenwirken zweier Behandlungen führt dann zu einer raschen und nachhaltigen Besserung.

Was können Sie gegen Zahnbetterkrankungen tun?

  • eine besonders gründliche und regelmäßige häusliche Zahnpflege. Wir empfehlen dafür Ultraschallzahnbürsten, die ohne Druck angewandt werden
  • antibakterielle Spüllösungen zur Reduzierung der Bakterien
  • genaue Reinigung der Zahnzwischenräume mit den entsprechenden Hilfsmitteln
  • genaue Einhaltung der Nachsorgetermine (alle 4 – 6 Monate)